Corona und die Ökumene

Genauso wie unsere eigenen Veranstaltungen durch die Coronakrise eingeschränkt  werden, leidet auch unser oekumenisches Miteinander darunter. Vieles musste  schon abgesagt oder auf eine spätere Zeit verschoben werden. Selbst der Oekumenische Kirchentag in Frankfurt im Mai 2021 ist mit vielen Fragenzeichen versehen, soll aber dennoch stattfinden. Aber neben all den Widrigkeiten entwickelt sich langsam aber stetig etwas, zu dem mir der Begriff „Simultankirche“ immer wieder in den Sinn kommt. Simultankirchen sind Kirchen, die von beiden  Konfessionen gemeinsam genutzt werden. Das war früher in Neuenhain der Fall wie  auch heute noch z.B. mit dem Wetzlarer Dom.

 

Vor ein paar Jahren haben wir in  Eschborn während der Bauzeit unseres neuen Gemeindezentrums die evangelische  Kirche und das Gemeindehaus mit nutzen dürfen. Jetzt werden in unseren katholischen Kirchen des Öfteren evangelische Gemeinden zu Gast sein, weil ihre eigenen  Kirchen zu klein sind. Das ist oekumenische Gastfreundschaft:

 

Konfirmationsfeiern  in St. Katharina und in St. Pankratius, evangelische Taufen in St. Nikolaus, Einführung des neuen evangelischen Pfarrers in Christ-König, evangelische Gottesdienste in Maria Geburt. Ungewöhnliche Umstände haben schon immer zu ungewöhnlichen Lösungen  geführt. Und dann auch manchmal zu einer neuen Praxis... 

 

Pfr. Alexander Brückmann