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Glocken und Gebete in Corona-Zeiten

 

In seinem Schreiben vom 14. März, in dem der Bischof die Absage aller öffentlichen Gottesdienste mitgeteilt hat, hat er auch das folgenden Gebet formuliert:

2020-03-14 Gebet des Bischofs.pdf
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Schon vor Ostern haben unsere Glocken am Abend um 19.30 Uhr zum Gebet in der Corona-Krise gerufen. Dieses zusätzliche Glockengeläut wird jetzt in unserem Bistum beendet, weil wir uns wieder in den Kirchen zum gemeinsamen Gebet treffen können. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht weiter auch privat im Gebet unsere Sorgen und Hoffnungen in der Corona-Zeit vor Gott bringen können. Das entsprechende Gebet unseres Bischofs, das in den Kirchen ausliegt, und auch andere Gebete eignen sich gut dafür.

 

In diesem Zusammenhang sei auf unsere Praxis des regelmäßigen Läutens hingewiesen. Um 12.00 Uhr und um 18.00 Uhr laden die Glocken täglich zum Gebet des „Engel des Herrn“ ein (Angelus-Läuten). Am Samstagabend um 17.00 Uhr begrüßen unsere Glocken den Sonntag als den „Tag des Herrn“, unseren Wochenfeiertag. Ein spontanes Totengeläut im Angedenken an unsere Verstorbenen lässt sich leider nicht durchführen. Aber wir holen es jeweils nach, während wir im Sonntagsgottesdienst für unsere gerade Verstorbenen Fürbittgebet halten. Und selbstverständlich läuten unsere Glocken auch weiterhin als Einladung vor unseren Gottesdiensten.

 

Zu diesem regelmäßigen Läuten kommt das unregelmäßige hinzu, wenn wir aus Freude oder auch aus Mitgefühl und Leid mit den Glocken zum Gedenken aufrufen: in der Osternacht, in der Heiligen Nacht von Weihnachten, zum Jahreswechsel, für einen neuen Papst oder Bischof oder auch bei deren Tod. Und noch einige andere Gelegenheit mehr. Positive Reaktionen auf unser Läuten in den vergangenen Wochen– auch von evangelischen Christen – zeigen uns, dass unsere Glocken ein verbindendes und bestärkendes Element in unseren Gemeinden sind. Sie sind ein hörbarer Ausdruck unseres Glaubens.

 

 

Wir laden Sie ein, Ihre Bitten und Gebete in unseren Kirchen vor Gott zu tragen, und sich mit anderen im Gebet verbunden zu wissen bzw. im Gebet einander zu tragen und zu unterstützen. Dazu haben wir in allen Kirchen unseres Pastoralen Raumes Pinnwände aufgestellt und Zettel ausgelegt, auf denen Sie Ihr Gebetsanliegen notieren und dann aufhängen können. Auch wenn wir nicht zur gleichen Zeit in die Kirche kommen können, so schaffen wir so doch ein sichtbares Zeichen für alle, dass wir mit unseren Gebeten nicht alleine bleiben.

 

Gerne können Sie Ihr Gebetsanliegen auch telefonisch über die Pfarrbüros notieren lassen oder per Mail (c.lerch@katholisch-maintaunusost.de) zuschicken. Die Sekretärinnen notieren und hängen es zu den anderen in die Kirche. Unsere Priester nehmen die Gebetsanliegen auch mit in ihre im stillen gefeierten Messen.