Gottesdienste mit ungewöhnlichen Anforderungen

 

Erfreulich war die Wiederzulassung von öffentlichen Gottesdiensten Anfang Mai. Allerdings war sie auch mit Auflagen verbunden, deren Erfüllung einen schnellen Wiederanfang unmöglich gemacht hat. Wegen des einzuhaltenden Mindestabstands in den Kirchen wurde die Teilnehmerzahl erheblich reduziert. Es müssen Listen geführt werden über die Teilnehmer, um später bei Ansteckungsverdacht alle informieren zu können. Das gilt für alle Gottesdienste, selbst für Andachten und Rosenkranzgebete. Hygienevorschriften sind einzuhalten (Hände desinfizieren, Mundschutz), was eine besondere Erschwernis für die Komrnunionausteilung darstellt. Und bei innerhalb eines Tages stattfindenden Gottesdiensten in einer Kirche kommt eine extra Desinfizierung für jeden nachfolgenden Gottesdienst hinzu.

 

Um trotz der reduzierten Plätze dennoch mehr Gemeindemitgliedern die Möglichkeit zur Mitfeier von Gottesdiensten zu bieten, wurden vorerst zwei zusätzliche Gottesdienste am Wochenende eingeführt und damit die Anzahl auf neun Sonntagsmessen am Wochenende im Pastoralen Raum erhöht. Weniger für die Priester, als vielmehr für die Küster, Organisten, Lektoren, Kommunionhelfer und zusätzlich für Ordner ist das eine vermehrte Aufgabe. Nicht zu vergessen ist der Mehraufwand in den Pfarrbüros mit den Teilnehmeranmeldungen und -listen fürjeden Gottesdienst, ob Sonntag oder Werktag, ob Messe oder Andacht. Eine gewisse Entlastung stellt demgegenüber die vorübergehende Einstellung des 14tägigen Wechsels von Messen dar.

 

Diese ungewöhnlichen Umstände wurden vor allem mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher gemeistert. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank! Wir müssen beobachten, wie das Angebot dieser öffentlichen Gottesdienste angenommen wird. Event. werden wir dann ab Pfingsten die Gottesdienstordnung noch einmal anpassen.

 

Pfr. Alexander Brückmann