Maria Rosenkranzkönigin in Sulzbach                - 7. Oktober

 

Die Kirche in Sulzbach wurde 1952/53 errichtet und im Oktober 1953 auf die Titulatur „Maria, Königin des Heiligen Rosenkranzes“ geweiht. Sie erhielt ursprünglich ein großes Altarbild, das den Vertriebenen und Flüchtlingen, die in größerer Zahl in Sulzbach eine neue Heimat gefunden hatten, besonders verbundene Heilige und in der Mitte Maria die Rosenkranzkönigin zeigte. Das war ein deutlicher Hinweis auf das Patrozinium der Kirche. Dieses Altarbild wurde 1989 im Zuge der Umgestaltung des Altarraumes mit einem Wandteppich, der die Dreifaltigkeit symbolisiert, abgedeckt. Allerdings befindet sich im Eingangsbereich auf der Westseite ein Andachtsbereich mit einer Marienstatue. (Bernd Oppenheim, Die katholische Gemeinde in Sulzbach nach 1870)

 

Die Kirche Maria Rosenkranzkönigin führt ihren Namen auf die Verbindung von Maria, der Mutter Jesu, mit dem Rosenkranzgebet zurück. „Am 7. Oktober steht das Rosenkranzfest im liturgischen Kalender“. Dessen „Datum … hängt mit einem ausgesprochenen blutigen Kriegsereignis zusammen: der Seeschlacht von Lepanto“ von vor 450 Jahren im Jahre 1571. In dieser Schlacht schlug die Flotte der „Heiligen Allianz“ des christlichen Abendlandes die weit überlegene Flotte des muslimischen osmanischen Reiches. Dabei war der damalige Papst Pius V. – und wohl nicht nur er – davon „überzeugt“, dass „der Triumph nicht einem Militärführer (dem illegitimen Sohn Karls V., Juan d‘ Austria) zu verdanken (ist), sondern der Fürsprache der Gottesmutter Maria.“ Er führte deshalb den Gedenktag „Unsere Liebe Frau vom Sieg“ ein, den sein Nachfolger in das Fest „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ umbenannte. Dieses Fest wird seit 1716 in der ganzen Kirche begangen, überschattet von der Entscheidung Papst Leos XIII. von 1891, den ganzen Monat Oktober dem Rosenkranzgebet zu widmen (Hubertus Biker in „Der Sonntag“ vom 3. Oktober 2021)

 

Dr. Wolfgang Küper