Grußwort zum 01.10.2022

Liebe Gemeinden!

 

Es ist Herbst geworden. Draußen und auch in unseren Wohnungen wird es langsam kälter. Das gilt auch für unsere Kirchen und die Gemeinderäume. Was alle ringsum betrifft, beschäftigt auch uns: Die Klimakrise einerseits und kurzfristig die Energiekrise, in die wir in Folge des Ukraine-Krieges geraten sind. Wir wissen jetzt schon, dass das teuer wird, und wir müssen aufpassen, dass wir nicht mehr Geld für Gas und Strom ausgeben, als wir zur Verfügung haben.

 

Aus dem Bischöflichen Ordinariat kamen schon erste Hinweise, was zu tun ist. Die Energiekosten „explodieren“ und wir rechnen mit drei- bis viermal so hohen Preisen wie zuletzt. Derzeit überlegen bereits viele in unseren Gemeinden – insbesondere auch unser Sachausschuss Nachhaltigkeit -, wie wir Heizkosten und weitere Kosten sparen können. Vor allem geht es dabei um unsere großen Räumlichkeiten, die zu heizen sind: die Kirchen und die Gemeinderäume, aber auch die Büros, die Nebenräume und die Flure. Allein in den Kindertagesstätten kann wohl kaum die Heizung heruntergedreht werden. Letztlich werden unsere Verwaltungsräte die Entscheidungen treffen müssen, was zu tun ist.

 

Noch gibt es keine klare Linie, was passieren soll. Aber es lässt sich schon einiges absehen. In Überlegung sind die Maßnahmen, die auch sonst im Staat bereits genannt werden. 19 Grad dürfte die Höchsttemperatur in den Gemeinderäumen und in den Büros werden. Flure und Treppenhäuser werden gar nicht mehr beheizt.

 

Und in den Kirchen fahren wir die Heizungen herunter auf maximal 5 Grad, was wegen der Kunstgegenstände und der Orgeln als konstante Niedrigtemperatur noch erforderlich ist. Das wird schön kalt bei Gottesdiensten, aber es wird notwendig sein, weil gerade hier die Heizkosten immer am höchsten sind. Auch die Stromkosten sind im Blick. Es muss z.B. nicht immer Festbeleuchtung sein.

 

Es ist, wie oben erwähnt, alles noch in der Überlegungsphase bis die Entscheidungen der Verwaltungsräte vorliegen. Man sollte sich aber schon auf ein paar Dinge einstellen und entsprechend angezogen sein, wenn man zum Gottesdienst und zu anderen Gemeindeveranstaltungen kommt. Wer Gemeinderäume mietet, wird wahrscheinlich um einen Heizkostenzuschuss gebeten. Und auch die Advents- und die Weihnachtszeit wird nicht mehr ganz so funkeln wie all die Jahre.

 

Ich bitte aber alle jetzt schon um Verständnis für die Sparmaßnahmen. Und ich bitte um Mithilfe. Wenn wir alle nicht nur bei uns zuhause, sondern auch in der Kirche darauf achten, Strom und Gas nicht zu verschleudern, können wir einigermaßen passabel über den Winter und durch die Energiekrise kommen.

 

Pfr. Alexander Brückmann