Grußwort zum 21.2022

Post von mir, für mich.

 

Haben Sie schon einmal von sich selbst Post bekommen?

 

…Und damit meine ich nicht einen unzustellbaren Brief, der wieder an den Absender zurückgeschickt wird, sondern Zeilen, die Sie ganz bewusst an sich selbst adressiert haben?

 

Wie würde ein solcher Brief aussehen?

 

Überlegen wir einmal gemeinsam ganz konkret:

Welche Anrede würden Sie wählen?

Vielleicht würden Sie den Brief damit beginnen, wie es Ihnen momentan geht.

 

Was bewegt Sie?

Gibt es etwas, dass Sie ärgert, Ihnen Freude macht oder Sie sehr beschäftigt?

Gibt es etwas, was Sie sich von der Seele schreiben möchten?

 

Was wollten Sie sich selbst schon immer einmal sagen- Positives wie Negatives?

Vielleicht gibt es etwas woran Sie sich selbst einmal wieder erinnern möchten, was nicht vergessen werden soll.

 

In der kommenden Woche, wird eine Reihe von Jugendlichen aus unseren Gemeinden einen solchen Brief von sich selbst erhalten. Hintergrund ist ein Angebot aus unserer Firmvorbereitung:

 

Bei der Veranstaltung „Zeichen und Symbole der Firmung“ wurden die jungen Menschen eingeladen, selbst einen solchen Brief zu verfassen, der ihnen nun nach ihrer Firmung zugestellt wird.

 

Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung mit den Gaben des Heiligen Geistes und dazu formulierte Bitten:

 

Guter Gott, gib mir die Gabe der Weisheit, damit ich erkenne, was wirklich wichtig ist und mein Leben danach ausrichte.

 

Guter Gott, gib mir die Gabe der Erkenntnis, damit ich die Dinge sehe, wie sie wirklich sind und mir nichts vormache.

 

Guter Gott, gib mir die Gabe der Einsicht, damit ich nicht nur ziellos vor mich hin lebe. Lass mich erkennen, dass Du hinter allem bist.

 

Guter Gott, gib mir die Gabe des Rates, damit ich andere trösten, ermutigen und ihnen helfen kann. Gib mir die Offenheit, auch selbst immer wieder Rat anzunehmen.

 

Guter Gott gib mir die Gabe der Stärke, um auch Herausforderungen im Leben durchzustehen und mutig meinen Weg zu gehen.

 

Guter Gott, gib mir die Gabe der Frömmigkeit, damit ich Dich immer wieder neu suche und entdecke und mein Leben vor Dir zur Sprache bringe.

 

Guter Gott, gib mir die Gabe der Gottesfurcht, damit ich dem Alltäglichen den richtigen Stellenwert einräume und nicht vergesse, dass Du es bist, der mein Leben trägt.

 

Vielleicht können wir uns für unsere Neugefirmten und auch für uns selbst diesen Bitten anschließen.

 

Herzlichst, Ihre

 

Eva Kremer, Gemeindereferentin