Grußwort zum 08.02.2020

 

Liebe Mitchristinnen, liebe Mitchristen:

 

„Ihr seid das Salz der Erde… Ihr seid das Licht der Welt, das vor den Menschen leuchten soll, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen“.

 

Es sind die Worte Jesu aus der Bergpredigt, die wir am heutigen 5. Sonntag im Jahreskreis A gehört haben.

 

Salz und Licht: Diese beiden starken Bilder prägen das Evangelium (Mt. 5, 13-16). Sie spielen eine wichtige Rolle im Leben. Das Salz ist für unsere ganze Ernährung und auch Nahrungsbereitung von grundlegender Bedeutung. Nicht ohne Grund wurde es im Mittelalter „weißes Gold“ genannt. Es gibt die nötige Würze und ist auch für die Haltbarkeit von Lebensmitteln wichtig.

 

Das Licht ist dazu da, die Dunkelheit zu erleuchten; die Finsternis zu vertreiben. Ohne Licht wäre kein Leben möglich und die Entwicklungsgeschichte der Menschheit ist eng verbunden mit der Nutzbarmachung des Feuers und später auch mit künstlichem Licht. Das Licht und die Wärme der Sonne treffen unsere Erde mit einer Intensität, die Leben ermöglicht und nicht zerstört. Licht – immer wieder neu fasziniert es uns.

 

So spielt das Thema „Licht“ in allen Religionen auch eine große Rolle. Zum einen ist das von unserer Erfahrung geprägt, dass wir ohne Licht, in ständiger Dunkelheit, kaum leben können, zum anderen ist es auch ein Bild für die Erkenntnis und für das Verständnis Gottes: Wir sprechen von Erleuchtung.

 

Mehr als zweihundertmal kommt das Wort „Licht“ in der Bibel vor, das Wort „Leben“ mehr als tausendmal. Jesus selbst hat sich als Licht der Welt bezeichnet und als Weg, Wahrheit und Leben. In Jesus Christus, dem Sohn Gottes, tritt das wahre Licht der Welt in unser Dunkel.

 

Diese beiden Ur-Bilder vom lebensnotwendigen Licht und Salz bringt Jesus in der Bergpredigt in Bezug zu unserem Glauben und christlichen Leben.

 

Wenn wir noch einmal zurückblicken auf den Weihnachtstag, dann kommen uns die Worte aus dem Prolog des Johannesevangeliums in den Sinn: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“, aber auch das, was der Evangelist gleich anschließend sagt: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst“.

 

Wenn mit Jesus das wahre Licht, das Licht Gottes in die Welt auch gekommen ist, dann dürfen wir es nicht vor der Welt verheimlichen oder durch unser Verhalten verdunkeln. So beschreibt er den Auftrag der Menschen, die ihm nachfolgen wollen.

 

Wie er sollen auch wir als seine Jünger, die wir auf den dreifaltigen Gott getauft wurden, Salz und Licht in dieser Welt sein und durch unser Reden und Tun dem Leben Geschmack und Würze geben, es erhellen und erleuchten. Also nehmen wir Jesus als Licht unseres Lebens an. Er - das Licht der Welt – wird unser Innerstes hell machen und wir werden selber zum Licht für die Welt und andere.

 

Gott segne Euch alle

 

Euer Kooperator,

 

Pfr. Dieudonné Katunda.