Grußwort zum 22.11.2020

 

Disruptionen

 

In der Zeitung las ich dieser Tage den Begriff „Disruptionen“. Er meint im Grunde genommen nichts anderes, als die Unsicherheit bzw. Unplanbarkeit von Terminen in diesen corona-unsicheren Zeiten. Man weiß nie so recht, wie sich die Corona-Gefahr weiter entwickelt, ob Verabredungen stattfinden können, ob die Corona-Maßnahmen des Staates und der Kirche sich noch verschärfen oder wieder lockern. Deshalb werden Termine auch schon vergessen, weil man es vorher nicht so ernst gemeint hat. Oder Termine werden kurzfristig abgesagt. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig, als damit zu leben. Wer 100%ige Sicherheit möchte, wird sie nicht bekommen, auch nicht, wenn man sich zuhause einschließt.

 

Wir tun gut daran, vorsichtig zu sein, und dennoch das gesellschaftliche und kirchliche Leben nicht ganz einzustellen. Zusammentreffen und Gottesdienste werden geplant. Falls sie dann wegen Corona abgesagt werden müssen, ist immer noch genug Zeit dafür. Das gilt auch für Weihnachten. Unser Bischof sagt: „Weihnachten findet statt.“ Und wir haben Ideen, wie wir das in diesem Jahr machen werden. Auch viele Ideen gibt es schon, die Vorbereitungszeit corona-tauglich auszugestalten. Das wird vielleicht ganz anders sein, als wir es gewohnt sind, aber deshalb nicht schlecht. Klar ist aber schon, dass wir dann Helferinnen und Helfer benötigen beim Organisieren und für Ordnerdienste – mehr als in den Jahren zuvor.

 

In diesen Tagen werden Sie alle unseren Gemeindebrief GEMEINEnLEBEN in Ihrem Briefkasten finden. Gedanken und Anregungen zum Advent und zum Weihnachtsfest sind darin wie auch ein Ausblick auf die gemeinsame Zukunft unserer vier Pfarreien. Es gibt vieles zu bedenken und zu planen. Und das bei aller Unplanbarkeit (s.o.!). Den Gottessohn hatte vor 2000 Jahren aber auch keiner auf dem Plan. Und doch ist er gekommen und hat die Welt verändert, so dass wir ihn sogar den Christ-König nennen.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Advent!

 

Pfr. Alexander Brückmann