Grußwort zum 11.09.2021

 

Liebe Gemeinde,

 

viele sorgen sich derzeit um die Zukunft der Kirche. Wir wünschen uns eine glaubwürdige Kirche, eine Kirche, in der das Wirken des Heiligen Geistes spürbar ist. Hanns Dieter Hüsch hat in Psalm 1 seiner „Psalmen für Alletage“ ein Bild von Kirche entworfen, das ich für sehr bedenkenswert halte. Hier sein Psalm:

 

Glücklich die Kirche,

Glücklich die Kirche, die nicht sitzt im Rat der Ratlosen;

die sich nicht nur um sich selber dreht.

 

Glücklich die Kirche,

die nicht die Wege geht der Sünde und Schande –

ohne Sinn und Verstand; in der sich alles um das Geld dreht.

 

Glücklich die Kirche,

die kein Risiko scheut; die sich selber aufs Spiel setzt –

die die Güte Gottes austeilt an die Armen mit vollen Händen.

 

Glücklich die Kirche,

die Lust hat an den Geboten Gottes;

die das Leben auf Erden schützt auf allen Kontinenten.

 

Glücklich die Kirche,

in der Menschen zusammenkommen ohne Angst und Furcht;

sie wird zum Ort der Befreiung.

 

Glücklich die Kirche,

die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit;

ihre Sehnsucht wird gestillt.

 

Glücklich die Kirche, die durchschaubar ist für Jung und Alt;

in ihr werden wir Gott schauen.

 

Wenn wir in die Nachrichten schauen, scheint uns manchmal möglicherweise eine solche „glückliche Kirche“ fern zu sein.

 

Aber erleben wir sie nicht oft im Kleinen?

 

Besinnen wir uns immer wieder auf das, worum es in Kirche geht. Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist auch heute wirkt und uns stärkt, wo wir gemeinsam mit Gott auf dem Weg sind. Es liegt an uns, dazu beizutragen, dass eine solche Kirche Realität wird, jede und jeder mit ihren und seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten ein kleines Stückchen als Teil der größeren Gemeinschaft.

 

Herzliche Grüße und eine gesegnete Zeit,

 

Anka Cordes-Leick, Gemeindereferentin