Grußwort zum 29.06.2019

Liebe Gemeinden,

 

Sommer – Sonne – Urlaub – Ferien – Reisen – Feste – Fahrten –

Aufbruch – Sehnsucht – Hektik – Länder – Menschen – Abenteuer  und in Allem ein Gebet:

 

Herr, ich bitte dich,

schenke mir in diesen Wochen

die Fähigkeiten mich frei zu machen

von den Erwartungen anderer und meiner eigenen.

Schenke mir ein Gespür für die Weite, die du schenkst

Und eine Sehnsucht nach dir.

Schenke mir das Vertrauen,

dass du mich führst,

auf den Wegen dieser Zeit

und zu dem Ziel, an dem du auf mich wartest.

 

Ja, manchmal packe ich mir meine Freizeit so voll, dass diese Freizeit fast stressiger wird als mein Alltag, und manchmal verplempere ich meine freie Zeit, dass ich mich nachher darüber ärgere. Die freie Zeit zu genießen, das liegt an mir selbst. Erkenne ich diese geschenkte Zeit und schaffe ich es, die Gegenwart zu genießen - oder bin ich schon in meinen Gedanken wieder weiter…

 

So einfach ist es ja nicht. Oft brauchen wir viel Zeit, um dann auch im Urlaub wirklich anzukommen. Zu sehr sind wir noch in unseren Gedanken bei der Bewältigung unserer Alltagsprobleme.

 

Dabei gibt es eigentlich für den Urlaub ein gutes Trainings-programm: den Sonntag. Wir müssen gar nicht warten, bis einmal im Jahr die Ferien anstehen - eigentlich haben wir jede Woche den Sonntag, um zur Ruhe zu kommen, um Zeit zu haben, zu genießen.

 

Die Bibel erzählt uns, dass Gott den siebenten Tag gesegnet hatte und er an diesem Tag von aller Arbeit ruhte. Dieser Tag soll ein heiliger, ein besonderer Tag sein. Und Gott fordert uns Menschen auf, es ihm gleich zu tun. Und dann: es gibt in den Zehn Geboten kein Gebot zur Arbeit, wohl aber ein Gebot, von der Arbeit zu ruhen. Wir erleben eher das Gegenteil.

 

Deswegen: Sommerferien 2019 – es kann auch anders gehen!

 

Es liegt in unseren Händen. In diesem Sinn wünschen wir Allen schöne und erholsame Ferien und gesegnete Sonntage.

 

Ihr Diakon

 

Klemens Kurnoth