Einführung von Pfr. Brückmann und Grußwort

Liebe Gemeindemitglieder der Pfarrei Bad Soden-Sulzbach, 

liebe Gemeindemitglieder der Pfarreien Schwalbach, Eschborn und Niederhöchstadt!

 

Anfang Juli werde ich von Bezirksdekan Pfr. Klaus Waldeck als neuer Pfarrer der Pfarrei St. Marien und St. Katharina in Bad Soden eingeführt. Gleichfalls bin ich auch weiterhin Pfarrer der Kath. Pfarrgemeinde Schwalbach, von Christ-König in Eschborn und von St. Nikolaus in Niederhöchstadt. Das ist eine ganze Menge. Aber ich bin nicht allein. Mit mir zusammen sind die neun hauptamtlichen Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Sie schon kennen, in der Seelsorge tätig, ebenfalls jetzt alle in allen vier Pfarreien. Und wir tun dies im Zusammenwirken mit den Pfarrgemeinderäten, den Verwaltungsräten und vielen weiteren Engagierten in unseren Gemeinden, die verantwortungsvoll das Leben der Gemeinden mit gestalten. Es ist gut, dass es so viele sind. Ich befürchte allerdings auch, dass ich es mit dem Lernen vieler neuer Namen nicht so leicht hinbekommen werde. Dazu bitte ich jetzt schon um Verständnis.

 

Da Bad Soden-Sulzbach als die größte der Pfarreien eigentlich aus vier Gemeinden besteht (Altenhain, Neuenhain, Bad Soden und Sulzbach) habe ich nicht nur die Zahl VIER (für die Pfarreien im Pastoralen Raum) im Kopf, sondern auch die Zahl SIEBEN (Ortschaften bzw. Gemeinden). Denn in den jeweiligen Gemeinden unseres neuen Pastoralen Raumes wird der Glaube zusammen gelebt und gestaltet. Wir werden deshalb immer überlegen müssen, was den einzelnen Gemeinden gerecht werden kann und was für die Ebene der Pfarreien zu regeln ist. Der künstliche Begriff „Kirchort“ gefällt mir übrigens überhaupt nicht. Der Bibel entspricht der Begriff „Gemeinden“ besser.

 

Ein erstes ist dazu eine gemeinsame Gottesdienstordnung, die ich nach Rücksprache mit den Pfarrgemeinderäten bzw. den PGR-Vorsitzenden und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab 1. Juli in Kraft setze – vorläufig und zur Erprobung (ad experimentum). Es muss eine sinnvolle Verteilung der Gottesdienste – insbesondere der Eucharistiefeiern – auf die sieben Kirchen der sieben Gemeinden geben, weil zu jeder Gemeinde auch ein Sonntagsgottesdienst gehören soll. Wegen der Zusammengehörigkeit als Pfarrei wird es in Bad Soden-Sulzbach auch immer mal wieder gemeinsame Pfarreigottesdienste geben. Diese Gottesdienste können nicht alle am

Sonntag-Vormittag sein, weil wir dazu nicht genügend Priester haben. Pfarrer

Katunda und Pfarrer Eckardt helfen mit. Und jetzt ganz neu ab dem 1. August

auch Pfarrer Hilary Ubah, der 2015/16 schon einmal in Schwalbach-Eschborn war. Wir werden alle überall auftauchen.

 

In Bad Soden-Sulzbach gibt es dazu die bereits in der Zeit der zurückliegenden

Pfarrverwaltung erprobte Regelung. Jetzt wird sich aber auch in meinen

bisherigen Pfarreien etwas ändern müssen. In Schwalbach kann keine

Vorabendmesse mehr sein und am Sonntagvormittag beginnt es bereits um 9.30 Uhr. Das verschafft uns Priestern, wenn wir anschließend noch eine Messe feiern, etwas mehr Luft. In Niederhöchstadt wird die Regelung von Altenhain, Neuenhain und Sulzbach eingeführt. Dementsprechend gibt es künftig hier einen wöchentlichen Wechsel zwischen Sonntagmorgen und Samstagvorabend. In Eschborn wird sich nichts ändern. Da waren ohnehin bisher die wenigsten Messen im Pastoralen Raum Schwalbach-Eschborn.

 

Niemand ist gezwungen, nur da in die Kirche zu gehen, wo man wohnt. Wer will – und eine angenehmere Zeit sucht – kann sich auf den Weg machen. Vielleicht trifft man dabei sogar einige, die man schon von zuhause kennt.

 

Werktags gibt es nur eine nennenswerte Änderung: In Sulzbach wird die Messe künftig am Mittwochvormittag um 9.15 Uhr sein. Dann kann ich sie auch mit der Gemeinde feiern. (Ich habe nämlich dienstags frei!) Und wir Seelsorgerinnen und Seelsorger können gleich anschließend am Mittwochmorgen unser gemeinsames wöchentliches Dienstgespräch dort abhalten.

 

Ad experimentum wird das zunächst bis zum September so laufen. Dann muss der Pastoralausschuss die gemachten Erfahrungen besprechen und beraten, ob etwas korrigiert werden muss und wie es weiter geht. Erst dann werden wir auch die Feiertage in den Blick nehmen, die ja bis Allerheiligen jetzt kaum anfallen. Sie werden einer eigenen Regelung bedürfen.

 

Was Taufen, Trauungen und Trauerfeiern/Beerdigungen anbelangt, kann man sich einfach merken, dass dies alles über mich läuft. Ich werde dann schnell mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klären, wer es übernimmt und Kontakt mit den Betroffenen aufnimmt.

 

Es gibt noch eine Menge, die in den nächsten Wochen zu klären und zu organisieren ist. Aber zum Glück sind jetzt bald Sommerferien und alles geht etwas entspannter zu. Zum Ende der Sommerferien wird dann schon einiges klarer sein. Fehler werde ich machen – und wahrscheinlich wird es für andere auch ungewohnt und kompliziert. Wir versuchen unser Bestes und die Kirche wird es wie schon seit 2000 Jahren überstehen.

 

Jetzt aber: Sommer und Ferien und Urlaubszeit.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Zeit und gute Erholung!

 

 

Ihr  

 

Pfr. Alexander Brückmann